RatgeberAutomatisierung & n8n

KI-Agent erstellen: So baut ein Mittelständler den ersten Agenten – mit n8n, Copilot oder als Auftrag

Einen KI-Agenten erstellen Sie in vier Schritten: eine kleine, wiederkehrende Aufgabe wählen, Daten und Rechte festlegen, den Agenten in einem Werkzeug wie n8n oder Microsoft Copilot Studio bauen und mit echten Fällen testen, bevor er allein handeln darf. Für den Anfang eignet sich ein Ablauf wie „E-Mail lesen, einordnen, Antwort entwerfen“ – und ein Mensch gibt jede Antwort frei.

Sandro Griesing · Gründer GrisaKI · veröffentlicht · aktualisiert · 13 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Klein anfangen: Eine Aufgabe, die oft vorkommt, klare Regeln hat und deren Ergebnis ein Mensch schnell prüfen kann.
  • Vorher klären: Welche Daten der Agent liest, was er tun darf und wer prüft, bevor etwas nach außen geht.
  • Drei Wege: n8n (flexibel, auch selbst betrieben), Microsoft Copilot Studio (naheliegend, wenn Sie Microsoft 365 nutzen) oder als Auftrag an eine Agentur.
  • Kosten: Lizenz des Werkzeugs plus KI-Nutzung nach Verbrauch plus Zeit für Pflege. „Kostenlos“ ist meist nur das Werkzeug.
  • Typische Fehler: zu große erste Aufgabe und kein Test mit echten Fällen.

Vorher klären: Aufgabe, Daten, Rechte, Prüfung

Ein KI-Agent unterscheidet sich von einer festen Automatisierung dadurch, dass er ein Anliegen versteht und selbst entscheidet, welches Werkzeug er nutzt. Was das genau bedeutet und wo Agenten im Mittelstand schon arbeiten, steht auf unserer Seite KI-Agenten für Unternehmen. Hier geht es ums Bauen. Und das beginnt nicht im Werkzeug, sondern mit vier Fragen.

1. Welche Aufgabe?

Gut geeignet ist eine Aufgabe, die mehrmals täglich anfällt, nach erkennbaren Regeln läuft und deren Ergebnis ein Mitarbeiter in Sekunden beurteilen kann. Typische Kandidaten: eingehende Anfragen einordnen, eine Antwort auf Standardfragen entwerfen, Rechnungen an die Buchhaltung weiterleiten. Ungeeignet für den Anfang: alles, was Geld bewegt, Verträge ändert oder über Menschen entscheidet.

2. Welche Daten?

Ein Sprachmodell (LLM) kennt Ihre Preise, Lieferzeiten und Abläufe nicht. Legen Sie fest, woraus der Agent antworten darf: Preisliste, häufige Fragen, Produktdaten. Und klären Sie, welche personenbezogenen Daten er dabei sieht – bei E-Mails sind das fast immer Namen und Kontaktdaten. Daraus folgt, mit welchem KI-Anbieter Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung brauchen.

3. Welche Rechte?

Ein Agent handelt über Werkzeuge: Er liest ein Postfach, legt einen Entwurf an, verschiebt eine Mail. Geben Sie ihm nur die Werkzeuge, die die Aufgabe braucht. Ein Agent, der Entwürfe schreiben soll, braucht kein Recht zum Senden.

4. Wer prüft?

Bestimmen Sie eine Person, die die Ergebnisse in den ersten Wochen prüft und Fehler meldet – den „Menschen in der Schleife“. Ohne diese Rolle merkt niemand, wenn der Agent danebenliegt.

Faustregel für den ersten Agenten: Er bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Erst wenn er über Wochen zuverlässig arbeitet, darf er einzelne, klar umrissene Fälle selbst erledigen.

Drei Wege im Überblick

WegPasst, wenn …Sie brauchen
n8nSie verschiedene Systeme verbinden wollen und Wert auf Kontrolle über Betrieb und Daten legenjemanden mit Freude an Abläufen; für den Selbstbetrieb Server-Kenntnisse
Copilot StudioIhr Unternehmen mit Microsoft 365 arbeitet und der Agent in Teams oder Copilot laufen sollMicrosoft-Lizenzen und einen Administrator, der Zugriffe freigibt
Als Auftragintern niemand Zeit hat oder der Ablauf mehrere Systeme und Sonderfälle umfassteine klare Aufgabenbeschreibung und eine Person, die abnimmt
Eigene Einordnung. Einen ausführlichen Werkzeugvergleich mit Lizenzen behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Weg 1: KI-Agent mit n8n erstellen

n8n ist ein Werkzeug zur Workflow-Automatisierung der n8n GmbH aus Berlin. Abläufe werden aus Knoten zusammengeklickt. Für Agenten gibt es den Knoten „AI Agent“. Laut Dokumentation verbinden Sie ihn mit einem Sprachmodell und einem oder mehreren Werkzeugen, und der Agent entscheidet selbst, welches Werkzeug er aufruft. Mindestens ein Werkzeug ist Pflicht.

Ein Agent in n8n besteht aus diesen Bausteinen:

  • Sprachmodell: n8n bindet laut Dokumentation Anbieter wie OpenAI, Anthropic (Claude) und Google an. Für Claude gibt es den Knoten „Anthropic Chat Model“.
  • Systemanweisung: Rolle, Regeln und Grenzen des Agenten in Klartext. Wie man sie gut schreibt, erklärt der Eintrag Prompt Engineering.
  • Werkzeuge: etwa der Outlook-Knoten, ein Tabellenblatt mit Preisen oder eine Suche in Ihren Dokumenten. Für Wissen aus vielen Unterlagen nutzt man eine Vektordatenbank.
  • Speicher: Damit ein Agent im Chat weiß, was vorher gesagt wurde. „Simple Memory“ hält den Verlauf nur für die laufende Sitzung, dauerhaft speichern Varianten mit Redis oder Postgres.
  • Freigabe: Für einzelne Werkzeuge können Sie eine menschliche Prüfung vorschalten (Human review). Der Prüfer sieht, welches Werkzeug der Agent mit welchen Angaben aufrufen will, und gibt frei oder lehnt ab.

n8n gibt es als Cloud-Dienst des Herstellers und zum Selbstbetrieb. Ohne Lizenzschlüssel läuft die selbst betriebene Fassung laut n8n als kostenlose Community Edition; für den Produktivbetrieb empfiehlt die Dokumentation Docker Compose. Updates, Sicherungen und Absicherung liegen dann bei Ihnen. Die Cloud-Tarife speichern Daten laut n8n in Frankfurt.

Wir setzen n8n selbst für Kunden ein, zum Beispiel um Website-Anfragen, Bewerbungen und Mails an info@ als Aufgaben in awork anzulegen. Was dabei zu beachten ist, beschreibt unsere Seite zur n8n-Agentur.

Weg 2: KI-Agent mit Microsoft Copilot Studio erstellen

Microsoft beschreibt Copilot Studio als grafisches Low-Code-Studio zum Erstellen und Verwalten von KI-Agenten und Workflows. Einen Agenten können Sie in klarer Sprache beschreiben und vor der Veröffentlichung testen. Er greift auf Wissensquellen zu, die Sie verbinden, und nutzt Werkzeuge, um zu handeln. Laufen kann er unter anderem in Microsoft Teams, in Microsoft Copilot und auf Websites. In Agentenflüssen sind laut Microsoft auch menschliche Überprüfungsschritte möglich.

Der Vorteil liegt auf der Hand, wenn Ihr Unternehmen ohnehin mit Microsoft 365 arbeitet: Postfach, Kalender, SharePoint und Teams sind bereits da, die Anmeldung ebenfalls. Bei den Kosten lohnt der genaue Blick:

AngebotPreis laut MicrosoftWas es für Agenten bedeutet
Copilot Studio173,30 € / Monat je 25.000 Copilot CreditsAbrechnung nach Verbrauch: Je Aktion oder Antwort wird eine unterschiedliche Zahl Credits fällig. Auch eine nutzungsbasierte Zahlung ist möglich.
Microsoft 365 Copilot26,00 € je Nutzer / Monat, jährlich, zzgl. MwSt.enthält laut Microsoft das Erstellen interner Agenten ohne zusätzliche Kosten; für externe Kanäle braucht es Copilot Studio
Microsoft 365 Copilot Business15,60 € je Nutzer / Monat, jährlich, zzgl. MwSt. (Aktion bis 31.12.2026, sonst 18,20 €)Zusatz zu einem bestehenden Microsoft-365-Business-Tarif, bis 300 Nutzer; welche Agentenfunktionen enthalten sind, klären Sie am besten mit Ihrem Microsoft-Partner
Quelle: microsoft.com, Preisseiten Copilot Studio und Microsoft 365 Copilot Business, abgerufen am 17.10.2026. Laut Preisseite wird zur Verwendung von Agenten ein Azure-Abonnement benötigt.

Für die Suche „KI-Agent erstellen mit Copilot“ heißt das: Für einen internen Helfer in Teams kann laut Microsoft die Lizenz für Microsoft 365 Copilot reichen. Soll der Agent mit Kunden sprechen, etwa auf Ihrer Website, kommen die Credits von Copilot Studio dazu.

Weg 3: KI-Agent als Auftrag

Wer intern keine Zeit oder kein Wissen für den Bau hat, vergibt ihn. Eine Agentur übernimmt dann Analyse, Bau, Anbindung und Test. Bei GrisaKI läuft ein eigener Agent in fünf Phasen: Kickoff, Analyse des heutigen Ablaufs, Workshop zu Ziel, Wissen, Werkzeugen und Grenzen, Umsetzung mit Testfällen und Betrieb mit Protokoll.

Fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten:

  • Wo läuft der Agent, und wohin gehen die Daten – auch an welche KI-Anbieter?
  • Wer ist zuständig, wenn er nachts einen Fehler macht, und wie erfahren Sie davon?
  • Können Sie den Ablauf exportieren oder mitnehmen, wenn Sie den Anbieter wechseln?
  • Was kostet der Betrieb im Monat, getrennt nach Lizenz, KI-Nutzung und Betreuung?
  • Wie wird getestet, und sehen Sie jede Entscheidung des Agenten im Protokoll?

Schritt für Schritt: ein E-Mail-Agent mit n8n

Das folgende Beispiel ist bewusst einfach. Es zeigt den Aufbau eines ersten Agenten für ein Postfach wie info@ in Microsoft 365. Zugangsdaten hinterlegen Sie dabei nur in der Zugangsverwaltung von n8n, nie in der Systemanweisung.

  1. Auslöser: Der Knoten „Microsoft Outlook Trigger“ mit dem Ereignis „Message Received“ startet den Ablauf bei jeder neuen Mail.
  2. Einordnen: Der Knoten „Text Classifier“ sortiert die Mail mithilfe eines Sprachmodells in Kategorien, die Sie mit einer kurzen Beschreibung anlegen: Anfrage zu Produkt oder Preis, Terminwunsch, Reklamation, Rechnung, Bewerbung. Mit der Option „Output on Extra, ‚Other‘ Branch“ landen unklare Mails in einem eigenen Zweig, statt verloren zu gehen.
  3. Weiterleiten: Rechnungen, Bewerbungen und unklare Mails verschiebt der Outlook-Knoten („Message: Move“) in einen Ordner für das zuständige Team. Hier entscheidet noch keine KI über eine Antwort.
  4. Antwort entwerfen: Nur Anfragen und Terminwünsche gehen an den Knoten „AI Agent“. Er bekommt ein Sprachmodell, eine Systemanweisung und zwei Werkzeuge: eines, das Ihre Preisliste oder häufigen Fragen liest, und den Outlook-Knoten mit „Draft: Create“, der einen Entwurf anlegt. Ein Speicher ist hier nicht nötig, weil jede Mail für sich steht.
  5. Freigabe: Der Entwurf liegt im Ordner „Entwürfe“. Eine Mitarbeiterin prüft, ändert bei Bedarf und sendet. Später können Sie dem Agenten ein Senden-Werkzeug geben – aber nur hinter einer Human-review-Prüfung, etwa per Microsoft Teams. Lehnt der Prüfer ab, läuft die Aktion laut n8n nicht, und der Agent erfährt davon.
  6. Testen: Spielen Sie echte Mails der letzten Wochen durch, darunter schwierige: ungenaue Anfragen, verärgerte Kunden, Fragen ohne Antwort in Ihren Unterlagen. Für wiederholbare Tests bietet n8n Auswertungen (Evaluations) an.

Beispiel: Systemanweisung für den E-Mail-Agenten

Rolle und ZielDu entwirfst Antworten auf Kundenanfragen an info@ der Muster GmbH. Du schreibst nur Entwürfe, du sendest nie.

WissenAntworte ausschließlich mit Angaben aus dem Werkzeug „Preisliste und FAQ“. Steht dort keine Antwort, schreib: „Dazu meldet sich unser Team persönlich bei Ihnen.“ Erfinde keine Preise, Fristen oder Liefertermine.

GrenzenKeine Rabatte, keine Zusagen, keine rechtlichen Auskünfte. Bei Beschwerden formulierst du nur eine kurze Eingangsbestätigung.

Sitzt der Entwurf in den meisten Fällen, ist Ihr erster Agent fertig. Er spart Tipparbeit, ohne dass eine Antwort ungeprüft hinausgeht.

Kosten realistisch rechnen

Ein KI-Agent kostet an drei Stellen: Lizenz des Werkzeugs, KI-Nutzung und Pflege. Die ersten beiden stehen auf Preisseiten, die dritte wird leicht übersehen.

PostenWas anfällt
Lizenz n8nCommunity Edition kostenlos, dazu ein eigener Server. Cloud laut Preisseite ab 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung (Starter, 2.500 Ausführungen) oder 50 € (Pro, 10.000 Ausführungen). Eine Ausführung ist ein Durchlauf des ganzen Workflows, egal wie viele Schritte er hat.
Lizenz Copilot StudioCopilot Credits nach Verbrauch oder als Paket, siehe oben
KI-NutzungBei n8n zahlen Sie den Modellanbieter direkt, abgerechnet nach KI-Tokens. Entscheidend sind die Kosten je Mail, nicht der Preis je Token. Bei Copilot Studio steckt die Nutzung in den Credits.
PflegeWissen aktuell halten, Fehlermeldungen prüfen, Abläufe anpassen, beim Selbstbetrieb Updates und Sicherungen. Planen Sie dafür feste Zeit ein.
Umsetzung als Auftrageinmaliger Aufwand nach Umfang, dazu laufende Kosten für Betrieb und Betreuung
Preise: n8n.io/pricing und microsoft.com, abgerufen am 17.10.2026.

Zur Größenordnung bei Aufträgen zwei Projekte aus unseren Fallstudien. Beide umfassen mehr als einen Agenten:

B2B-Vertrieb20.000 €einmalig für Lead-Anreicherung, Pipeline und KI-Telefonie, dazu 300 € im Monat

Bauunternehmen18.000 €einmalig für Workflows, KI-Telefonie und Ausschreibungswerkzeug, dazu 200 € im Monat

Amortisationca. 5 MonateB2B ca. 5, Bau unter 5 Monate, laut Rechnung der Fallstudien

Details und Rechenwege: Fallstudie B2B-Vertrieb und Fallstudie Bau. Ein einzelner, kleiner Agent liegt deutlich darunter; ein festes Angebot gibt es erst nach der Analyse.

Typische Fehler beim ersten Agenten

Zu große erste Aufgabe. „Der Agent soll unseren Kundenservice übernehmen“ ist als erste Aufgabe zu groß. „Der Agent entwirft Antworten auf Preisanfragen“ lässt sich bauen, testen und messen.

  • Keine Tests mit echten Fällen: Drei ausgedachte Beispielmails funktionieren immer. Erst echte, unordentliche Mails zeigen, wo der Agent danebenliegt.
  • Halluzinationen unterschätzt: Ein Sprachmodell füllt Lücken mit plausibel klingenden Angaben. Unsere Telefon-KI nannte in Tests eine Rückruf-Frist, die das Unternehmen nie festgelegt hatte. Gegenmittel sind feste Regeln, Wissen mit Quelle und Prüfläufe, mehr unter KI-Halluzination.
  • Zu viele Rechte: Ein Agent mit Vollzugriff auf Postfach oder CRM kann im Fehlerfall viel anrichten. Nur die Werkzeuge freigeben, die die Aufgabe braucht, und riskante Aktionen hinter eine Freigabe legen.
  • Niemand zuständig: Ohne eine Person, die Fehlermeldungen liest und das Wissen pflegt, veraltet jeder Agent.
  • Kennzeichnung vergessen: Schreibt oder spricht der Agent später selbst mit Kunden, muss erkennbar sein, dass eine KI antwortet. Details im Ratgeber KI-Kennzeichnungspflicht.

Wann sich ein fertiges Modul statt eines eigenen Agenten lohnt

Nicht jede Aufgabe braucht einen selbst gebauten Agenten. Für Abläufe, die in vielen Unternehmen gleich sind, gibt es fertige Lösungen, die Tests, Protokoll und Freigaben schon mitbringen. Wir haben das selbst erlebt: Rückrufwünsche aus unserer Telefon-KI liefen über einen n8n-Workflow. Seit Oktober 2026 übernimmt das eine feste Anbindung in unserer Plattform, mit Warteschlange und mehreren Zustellversuchen. Unsere Lehre: n8n für das Besondere, feste Module für das Alltägliche.

Eher fertiges ModulEher eigener Agent
Die Aufgabe ist Standard: Anrufe annehmen, ein info@-Postfach beantworten, Bewerbungen sichten.Ihr Ablauf ist anders als bei anderen: eigene Systeme, eigene Regeln, eigene Ausnahmen.
Sie wollen einen festen Monatspreis und keine Pflege von Workflows.Sie haben jemanden, der Abläufe baut und betreut, oder beauftragen das.
Es soll in Tagen laufen.Mehrere Systeme wie ERP, DATEV oder CRM müssen angebunden werden.

Zwei Beispiele von GrisaKI: Der E-Mail KI-Assistent macht genau das, was der Beispiel-Agent oben tut, mit Ablauf-Baukasten je Postfach, Microsoft 365 oder IMAP. Standard ist der fertige Entwurf im Ordner „Entwürfe“, Angebote und Preise gehen nie ohne Ihre Freigabe hinaus. Das Basic-Paket kostet laut Preistabelle 199 € im Monat bei monatlicher Zahlung, für ein Postfach und bis zu 500 E-Mails. Der KI-Telefonassistent beginnt bei 99 € netto im Monat, ohne Einrichtungsgebühr.

Häufige Fragen

Kann ich einen KI-Agenten kostenlos erstellen?

Teilweise. Die selbst betriebene Community Edition von n8n kostet keine Lizenz, und für die n8n Cloud und Copilot Studio gibt es Testzugänge. Kosten entstehen trotzdem: für den Server, für die Nutzung des Sprachmodells nach Tokens und für die Zeit, die Bau und Pflege brauchen.

Welches Werkzeug eignet sich für den ersten KI-Agenten?

Arbeitet Ihr Unternehmen mit Microsoft 365 und soll der Agent intern in Teams helfen, liegt Copilot Studio nahe. Sollen verschiedene Systeme verbunden werden oder möchten Sie den Betrieb selbst bestimmen, passt n8n. Fehlt intern die Zeit, ist ein Auftrag oft der schnellere Weg.

Kann ich einen KI-Agenten mit Claude oder ChatGPT bauen?

Ja. In n8n wählen Sie das Sprachmodell als eigenen Baustein, unter anderem von OpenAI, Anthropic (Claude) oder Google. Der Agent selbst, also Werkzeuge, Regeln und Freigaben, entsteht im Workflow. Das Modell lässt sich später austauschen, ohne den ganzen Ablauf neu zu bauen.

Brauche ich Programmierkenntnisse?

Für den Bau meist nicht. Microsoft beschreibt Copilot Studio als Low-Code-Studio, und auch n8n arbeitet mit Knoten, die man zusammenklickt. Für den Selbstbetrieb von n8n auf einem eigenen Server brauchen Sie aber Kenntnisse in Docker, Updates und Absicherung.

Was kostet ein KI-Agent im Betrieb?

Drei Posten: Lizenz des Werkzeugs, etwa n8n Cloud ab 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung, dazu die KI-Nutzung nach Verbrauch und die Zeit für Pflege. Als Auftrag kommt ein einmaliger Aufwand für Analyse und Bau hinzu, den ein seriöser Anbieter nach der Analyse als festes Angebot nennt.

Wie verhindere ich, dass der Agent etwas Falsches verschickt?

Lassen Sie ihn am Anfang nur Entwürfe anlegen, die ein Mensch prüft und sendet. In n8n können Sie riskante Werkzeuge wie das Senden hinter eine menschliche Freigabe legen. Dazu gehören feste Regeln in der Systemanweisung, Antworten nur aus hinterlegtem Wissen und Tests mit echten Fällen.

Über den Autor

Sandro Griesing

Gründer von GrisaKI und Geschäftsführer der new face Media GmbH in Sangerhausen

Sandro Griesing hat über zehn Jahre Agenturerfahrung. Mit GrisaKI richtet er KI-Assistenten für Telefon, Chat, E-Mail und interne Abläufe in mittelständischen Unternehmen ein, vor allem in Mitteldeutschland.

Mehr über GrisaKI

Quellen

  1. n8n Docs: AI Agent node, abgerufen am 17.10.2026
  2. n8n Docs: Human-in-the-loop for AI tool calls, abgerufen am 17.10.2026
  3. n8n Docs: How memory works und Advanced AI (Modellanbieter, Evaluations), abgerufen am 17.10.2026
  4. n8n Docs: Text Classifier, Microsoft Outlook node, Microsoft Outlook Trigger und Anthropic Chat Model, abgerufen am 17.10.2026
  5. n8n Docs: Hosting n8n (Community Edition), abgerufen am 17.10.2026
  6. n8n: Pricing, abgerufen am 17.10.2026
  7. Microsoft Learn: Übersicht Microsoft Copilot Studio, abgerufen am 17.10.2026
  8. Microsoft: Preise Copilot Studio und Microsoft 365 Copilot Business, abgerufen am 17.10.2026
  9. GrisaKI: Fallstudie B2B-Vertrieb, Fallstudie Bau, E-Mail KI-Assistent und Was kostet ein KI-Telefonassistent?, abgerufen am 17.10.2026

Stand der Angaben: 17.10.2026. Preise und Funktionen der genannten Werkzeuge ändern sich häufig; maßgeblich sind die Seiten der Hersteller. n8n ist ein Produkt der n8n GmbH, Copilot Studio ein Produkt der Microsoft Corporation. GrisaKI gehört zu keinem der beiden Hersteller. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.